Wie Entwaldung die Natur beeinflusst...

 

... und was wir dagegen tun können.

 

Kaum ein anderer Naturstoff ist so vielseitig wie Holz. Wir alle haben es zu Hause. Egal, ob als Bau- und Werkstoff für Häuser, Möbel und Co.  -  Holz kann auf ganz unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Doch wisst Ihr woher genau Euer Rohstoff kommt? Und was das für Auswirkungen mit sich bringen kann?

Wir wollen Euch heute ein wenig aufklären. Weltweit steigt der Waldverlust jedes Jahr. Wir zeigen Euch, was die Corona-Pandemie unter anderem damit zu tun hat.

 

geschrieben von Josephin Riemer

Blog-Beitrag  www.jungholz-design.de

 


 

Bedeutung Entwaldung

Das Thema Entwaldung betrifft tatsächlich jeden von uns. Die Umwandlung von Waldflächen hin zu anderen Landnutzungsformen bringt nämlich schwerwiegende Folgen mit sich. Bestehende Ökosysteme werden durch andere, nicht standorttypische Ökosysteme, ersetzt.  Dadurch kommt es zur Zerstörung von Lebensräumen vieler Arten sowie zur Veränderung der sozio-ökonomischen Funktion des Waldes für den Menschen.

 

Aktuelle Situation

Im September 2019 haben 25 Umweltorganisationen gemeinsam veröffentlicht, dass die Einbuße von Wäldern stark zugenommen hat. Inzwischen befinden wir uns bei über 30 Millionen Hektar Verlust von Waldfläche pro Jahr!

 

Situation durch Corona

Die Corona-Pandemie hat die Welt in Stillstand versetzt. Doch leider betraf dieser Stillstand nicht die Rodung der Regenwälder. Allein im März 2020 sollen rund 645.000 Hektar zerstört worden sein. Das sind mehr als 900.000 Fußballfelder. Datengrundlage sind Satellitenbilder von 18 Ländern mit tropischen Regenwäldern in Asien, Afrika und Südamerika.

Die Verluste liegen ca. 150% über dem März Durchschnitt der Jahre 2017-2019. Am schwersten getroffen haben es die Kontinente Asien, Afrika und Südamerika.

Hierbei liegen die unterschiedlichsten Gründe vor.

  • Vielerorts haben sich die Staaten aus dem Waldschutz zurückgezogen
  • Indigene Territorien und Naturschutzgebiete sind durch die Beschränkungen schlechter gesichert
  • Existenznot durch den eingeschränkten Tourismus und eingeschränkten Export nach China und Vietnam führt zur Angewiesenheit auf neue Einnahmenquellen

Bei den neu entstehenden Einnahmequellen handelt es sich um die Rodung von tropischen Wäldern, um mit dem Brennholz Geld zu verdienen. Zudem werden Wälder, statt sie weiterhin nachhaltig zu bewirtschaften, nach und nach in Ackerflächen umgewandelt. Leider besteht die Fruchtbarkeit des Bodens durch Brandrodung nur für kurze Zeit, sodass immer neue Flächen gerodet werden müssen. Ein Teufelskreis entsteht.

 

Lösungsansätze

Der WWF fordert eine Unterstützung der Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Durchsetzung von Gesetzen und Schaffung alternativer Einkommensquellen könnte zur Eindämmung der illegalen Entwaldung führen. Wichtig sei jedoch bei internationalen Handelsbeziehungen etwas zu bewegen, wie verbindliche Sozial- und Umweltstandards und entwaldungsfreie Lieferketten.

 

Was können wir tun?

Wir müssen das Problem erkennen und mehr auf unseren Konsum achten. Hier sind einige Fragen an Euch selbst und Ideen für einen bewussteren Einkauf. 

Woher kommen die Rohstoffe unserer Gegenstände?

Brauche ich das wirklich?

Kann ich dieses Produkt auch nachhaltig kaufen?

Verkaufe, verschenke oder up-cycle Möbelstücke, anstatt sie wegzuwerfen!

Entdecke schöne Stücke Second Hand in Läden oder im Internet.

Reparieren statt neu kaufen.

 

Du willst mehr über up-cycling erfahren? 

 

Wie JUNGHOLZ euch dabei unterstützt

JUNGHOLZ setzt sich gegen die nicht nachhaltige Entwaldung ein, in dem wir ausschließlich Hölzer aus nachhaltigen Beständen verwenden. Der Kern des TableOne besteht aus Buche und kommt aus dem hessischen Wald. Unsere exotischeren Holzarten beim WoodBook, wie z.B. Padouk sind vom Umweltamt zertifiziert und damit bestätigt, dass sie aus keinen bedrohten Gebieten kommen. Auch das Innenleben der Bücher ist dank des recycelten Papiers nachhaltig. Es ist FSC zertifiziert und besitzt das Umweltabzeichen "Blauer Engel". Mit unseren Produkten könnt Ihr auch Teil von dieser nachhaltigen Bewegung werden.

 


 

zusätzlicher Beitrag:

 

Der lebendige Wald

 

Mikroorganismen  -  die Herrscher der Erde

Mikroorganismen wie Pilze, Einzeller und Bakterien sind der Grund für alles Leben auf der Erde. In der Erdgeschichte waren Sie etwa 3 Millionen Jahre allein auf der Erde.

Die Atmosphäre wurde durch Sie mit Sauerstoff angereichert, ohne den fast kein Leben möglich wäre und Sie bauten die Ozonschicht auf, die das Leben vor kosmischer Strahlung schützt.

Sie stellen Medikamente her, filtern Abwasser, bereiten den Ackerboden vor und verleihen Speisen und Getränke den Geschmack und das Aroma. Letzteres entstand bereits vor mehr als 8000 Jahren als Menschen Bakterienkulturen nutzten um Speisen und Getränke zu fermentieren.

Antoni van Leeuwenhoek fertigte 1668 das erste Vergrößerungsglas an um diese Lebewesen “sichtbar” zu machen. Er entdeckte eine unbekannte Welt im Wassertropfen.

Mikroben bilden Gemeinschaften, ein Teil ist für die Energieversorgung zuständig, andere stellen Nährstoffe her oder sorgen für den Abbau und Zerfall. Diese Gemeinschaften finden sich in der gesamten Natur und sind mitverantwortlich für deren funktionierenden Kreislauf, was alle Lebewesen und natürlich auch den Menschen mit einschließt.

 

Buchempfehlung:

Der Wald als Glücks- und Energiequelle  und  Ruhepol

Was gibt es Schöneres, als ins stille Grün einzutauchen und die Welt ringsum zu vergessen? Eine Fülle an Studien beweist die regenerierende Wirkung des Waldes auf Körper, Geist und Seele.

 

Je höher die Biodiversität, desto besser die Wirkung auf unseren gesamten Körper. Pilze und Urbakterien im Waldboden, Flechten und Moose bilden ein Mikrobiom. Diese Kleinstorganismen nehmen wir gemeinsam mit den von den Bäumen produzierten Botenstoffe, auch Terpene genannt, das sind organische Substanzen und ätherische Öle, über die Atemwege und die Haut auf. Das aktiviert und stärkt unser lmmunsystem.

 

In Kombination mit Bewegung, Meditation und Achtsamkeitsübungen schaltet Dein Körper automatisch einen Gang zurück, senkt den Blutspiegel und schaltet in die Tiefenentspannung. Die sauerstoffreiche Waldluft wirkt sich außerdem positiv auf deinen Kortisol-Spiegel aus und regt die Entstehung von natürlichen Killerzellen an, welche Krebszellen aufspüren und zu der Bekämpfung von Tumoren beitragen können.

 

Bäume nehmen übers Grundwasser das Edelgas Radon auf und geben es über die Blattflächen wieder ab. Somit besteht im Wald permanent eine höhere Konzentration an negativen Luftionen. Bei einem Spaziergang atmen wir diese ein, und es kommt zu physiologischen Prozessen im Körper, die stimmungsaufhellend wirken und sogar gegen Depressionen helfen können.


Die Mystik des Waldes

Jeder Wald ist ein Ort voller Geheimnisse. Darin verbirgt sich eine Welt der Märchen und Wunder.

Der französische Schriftsteller Paul Claudel meinte: "Wenn man in einen Wald eintritt, so ist es, als trete man in das Innere einer Seele." 

Wenn bei einem Waldspaziergang in der Dämmerung die Bäume im halbdunkel wie unheimliche Gestalten, Geister und Kobolde erscheinen, kommen bei vielen von uns die inneren Ängste zum Vorschein. Wer kann da mit Sicherheit sagen, ob es sich nur um Einbildung oder um die Realität handelt. Wenn Nebelschwaden durch den Wald ziehen, scheint es, als würden sich die sagenhaften Moosweiblein zeigen. Moosbewachsener Waldboden bei Vollmond ist der ideale Stoff für unheimliche Geschichten, die für Gänsehaut sorgen. Wer weiß schon, was sich unter dem dichten Moosteppich befindet  -  die Phantasie kennt da keine Grenzen.

 

So wie der Wald sich zu den verschiedenen Jahreszeiten anders zeigt, verändert er auch zu den unterschiedlichen Tageszeiten sein Erscheinungsbild immer wieder. Man muss dies nur sehen und wahrnehmen.

Morgens liegt ein Duft von feuchter Erde, Harz und Pilzen in der Luft. Man kann sich an den grün-goldenen Lichtreflexen des Laubes erfreuen. Dem vertrauten Gesang eines Vogels zuhören oder ganz einfach die würzige Luft tief einatmen. 

Spätnachmittags oder Abends im roten Licht der untergehenden Sonne zeigt er wieder seine romantische Seite.

Im Winter bei Schneefall wirkt die Stille eines Waldes, als ob die Zeit nicht existieren würde. Und bei Sturm scheinen dunkle Mächte durch den Wald hindurch zu fegen, die in den Sagen und alten Geschichten ihr Unwesen treiben. Wenn sich der Wind im Spiel mit den Bäumen vergnügt, dann zeigt er uns, dass er vom leichten Säuseln bis zum tobenden Orkan alle Facetten beherrscht und Macht hat über uns und den Wald.

Andererseits haben viele Waldspaziergänger auch ihre Lieblingsplätze im Wald mit einer positiven Ausstrahlung. Solche Plätze eignen sich geradezu zum andächtigen Innehalten und Verweilen.

 

 

Quelle: Internet